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Abgeschossener US-Jet im Iran setzt Trump unter Druck

Die USA hatten zuletzt den Eindruck erweckt, dass ihre Flugzeuge in Irans Luftraum keine Angriffe mehr fürchten müssten.

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Abgeschossener US-Jet im Iran setzt Trump unter Druck
DW Deutsch Quelle: DW Deutsch

Nach dem ersten feindlichen Abschuss eines US-Kampfjets im Iran seit Kriegsbeginn ist der Verbleib eines Besatzungsmitglieds ungewiss. Nach fünf Wochen Kampfhandlungen war es laut iranischen Angaben und US-Medienberichten nicht der einzige Rückschlag, den die Vereinigten Staaten an diesem Freitag erlitten: Demnach traf der Iran auch ein US-Kampfflugzeug vom Typ A-10 in der Region des Persischen Golfs nahe der Straße von Hormus.

Iran traf auch zwei Black-Hawk-Hubschrauber

Wie die Sender NBC News und CBS News unter Berufung auf US-Beamte berichteten, unterstützte die Maschine eine Such- und Rettungsmission, nachdem der Iran zuvor den Kampfjet vom Typ F-15E über seinem Territorium abgeschossen hatte. Der Pilot des Flugzeugs vom Typ A-10 schaffte es mehreren US-Medien zufolge, seine beschädigte Maschine in den Luftraum Kuwaits zu steuern und sich in Sicherheit zu bringen.

Der Iran traf nach Informationen von NBC News und der "Washington Post" auch zwei Black-Hawk-Hubschrauber, die demnach ebenfalls an den Such- und Rettungsmaßnahmen beteiligt waren. Soldaten seien verletzt worden, konnten sich aber in Sicherheit bringen, hieß es.

Der US-Präsident suggerierte amerikanische Lufthoheit

Die Vorfälle stellen eine weitere Eskalation des von den USA und Israel begonnenen Krieges dar und zeigen: Der Iran ist immer noch dazu in der Lage, den Angreifern gefährlich zu werden. Präsident Donald Trump setzt das unter Druck. Er und sein Team hatten zuletzt den Eindruck erweckt, dass US-Flugzeuge in Irans Luftraum keine Angriffe mehr fürchten müssten. Die USA hätten die Lufthoheit erlangt, hieß es. Immer wieder suggerierte der Präsident: Die militärischen Fähigkeiten Teherans seien bereits nahezu vernichtet. 

Die USA hielten sich nach den Rückschlägen zunächst sehr bedeckt. Eines der beiden Besatzungsmitglieder der Maschine vom Typ F-15E konnte übereinstimmenden Medienberichten zufolge nach dem Absturz gerettet werden. 

Trump: "Es ist eben Krieg"

Auf die Frage, was er tun würde, falls das noch gesuchte, andere Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, sagte Trump laut der britischen Zeitung "The Independent" in einem Telefoninterview: "Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil - wir hoffen, dass das nicht passieren wird."

Etwaige Auswirkungen auf Verhandlungen mit der Führung in Teheran sieht der US-Präsident durch den mutmaßlichen Verlust der US-Kampfjets über iranischem Gebiet nicht. "Nein, überhaupt nicht", antwortete Trump im US-Nachrichtensender NBC auf eine entsprechende Frage und ergänzte: "Es ist eben Krieg."

Und da setzt der US-Präsident eben auf ein neues Ultimatum: Donald Trump droht dem Iran mit einer Ausweitung der Angriffe in zwei Tagen, wenn die Führung in Teheran nicht seine Bedingungen erfüllt. "Die Zeit wird knapp - 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht", schreibt der 79-jährige Republikaner auf seiner Online-Plattform Truth Social. "Ehre sei Gott!"

Die Bedingungen seien erfüllt, wenn der Iran einem Abkommen zustimme oder die Straße von Hormus öffne. Trump hatte gedroht, falls der Iran die Meerenge nicht vollständig und "ohne Drohungen" für den Schiffsverkehr öffnen sollte, werde er iranische Kraftwerke zerstören lassen.

pg/pgr/AR/cw (dpa, afp, rtr)

Redaktionsschluss 17.50 Uhr (MESZ) - Dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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