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News kompakt: USA verbieten Israel Angriffe auf den Libanon

US-Präsident Trump will, dass die vereinbarte Waffenruhe für den Libanon hält. Der Iran droht mit einer neuen Abriegelung der wichtigen Straße von Hormus. Der DW-Nachrichtenüberblick.

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News kompakt: USA verbieten Israel Angriffe auf den Libanon
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Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nicht mehr den Libanon angreifen. "Es ist ihnen von den USA VERBOTEN. Es reicht jetzt!!!", schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social weiter. Zuvor war am ersten Tag der von den USA vermittelten Waffenruhe bei einem israelischen Drohnenangriff auf den Südlibanon ein Mensch getötet worden. Das teilten Sanitäter und der Leiter eines örtlichen Krankenhauses mit. Am Donnerstag hatte der US-Präsident eine zehntägige Feuerpause für den Libanon verkündet. Sie war in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten.

Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte die von Teheran finanzierte radikal-islamische Hisbollah-Miliz im Libanon Israel angegriffen. Die Armee dort antwortete mit Gegenschlägen und schickte Bodentruppen über die Nordgrenze in den Libanon. Die Hisbollah wird von zahlreichen Staaten als Terrororganisation gelistet. Die libanesische Regierung sowie die regulären Streitkräfte des Landes betonten mehrfach, sie seien an diesen Kampfhandlungen nicht direkt beteiligt gewesen. 

Iran droht den USA mit neuer Blockade am Persischen Golf

Die Führung im Iran hat damit gedroht, die Straße von Hormus wieder abzuriegeln. Wenn die USA ihre Blockade iranischer Häfen fortsetzen sollten, werde diese Wasserstraße nicht offen bleiben, teilte der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf mit. Die Durchfahrt durch die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Meerenge erfolge auf einer vom Iran festgelegten Route und mit iranischer Genehmigung, fügte er hinzu.

Am Freitag hatte das Regime in Teheran die Straße von Hormus vorläufig für geöffnet erklärt. Öltanker und Handelsschiffe könnten während der laufenden Waffenruhe die Meerenge passieren, hieß es. Umgekehrt wollen die USA aber ihre eigene Seeblockade aufrechterhalten. Sie gilt für Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.

Paris-Konferenz fordert komplette Öffnung der Straße von Hormus

Vertreter aus rund 50 Staaten haben bei einer Konferenz in Frankreichs Hauptstadt Paris eine bedingungslose und vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus verlangt. Man fordere die Wiederherstellung der vor dem Iran-Krieg geltenden Bedingungen für eine freie Durchfahrt und die uneingeschränkte Achtung des Seerechts, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron nach dem Treffen. "Wir lehnen jegliche Beschränkung und selbstverständlich jegliches Mautsystem" für die Meerenge ab, betonte er weiter.

Macron erläuterte, Frankreich wolle mit Großbritannien einen neutralen Marineeinsatz in der Golfregion organisieren. Damit sollten Handelsschiffe, die den Persischen Golf entlang der iranischen Küste durchqueren, begleitet und gesichert werden. Der Einsatz solle sich klar von den Kriegsparteien abgrenzen. Schon in der kommenden Woche finde dazu in London ein Planungstreffen statt, so Macron weiter.

Merz warnt vor "Stresstest" mit den USA

Deutschlands Kanzler Friedrich Merz warnt angesichts der Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs vor einer Belastung der Beziehungen zu den USA. Dieser Krieg dürfe nicht zum transatlantischen "Stresstest" werden, sagte Merz in der französischen Hauptstadt Paris. Er äußerte sich nach den internationalen Beratungen über einen möglichen Militäreinsatz zur Absicherung der Straße von Hormus entlang der iranischen Küste. Insofern gelte es jetzt, einige Schlussfolgerungen gemeinsam zu ziehen, sagte Merz.

Deutschland sei bereit, einen Beitrag zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu leisten. Dabei wünsche sich die Bundesregierung, wenn es möglich sei, eine Beteiligung der USA. 

Papst Leo warnt vor falscher Anwendung von KI

In einer Rede vor Studierenden in Kamerun hat Papst Leo XIV. vor einer Verstärkung von "Konflikten, Angst und Gewalt" durch die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt. Zugleich kritisierte er die Zerstörung der Umwelt durch die Ausbeutung Seltener Erden zur Beschleunigung des digitalen Wandels.

Die Herausforderung durch diese Systeme sei größer als sie scheint, mahnte der Papst mit Blick auf KI. Es gehe nicht nur um die Nutzung neuer Technologien, sondern um den allmählichen Austausch der Realität durch ihre Simulation, sagte das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken in Kameruns Hauptstadt Jaunde. An diesem Samstag wird Leo XIV. auf seiner Afrikareise in Angola erwartet. 

Chinas Roboter laufen wieder um die Wette 

Mehr ​als 300 humanoide Roboter gehen am Sonntag in China bei einem Halbmarathon an den Start. Auf dem rund 21 Kilometer langen Kurs in der Hauptstadt Peking müssen sie schwieriges Gelände bewältigen. Dazu zählen asphaltierte Hänge und Parkanlagen. So sollen die technischen Fortschritte der vergangenen zwölf Monate überprüft werden. Während im vergangenen ​Jahr noch alle Teilnehmer des Roboterrennens ferngesteuert wurden, werden diesmal fast ​40 Prozent ‌der Roboter den Kurs autonom bewältigen, wie die Organisatoren mitteilten.

China dominiert den Markt für humanoide Roboter. Mit der Veranstaltung will die Regierung in Peking die Branche zu einer wichtigen Säule der Wirtschaft ausbauen. Nach Angaben des Zentrums für Humanoide Robotik ​in der Volksrepublik ist die Zeitspanne ‌für Wahrnehmung und Entscheidungen extrem kurz, wenn ein Roboter Geschwindigkeiten erreicht, die denen von Profisportlern nahekommen. Dies stelle sehr hohe Anforderungen an ​Rechenleistung, Algorithmen und ⁠die Reaktionsgeschwindigkeit des Systems.

se/AR/ack (dpa, afp, rtr, ap, kna) 

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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